hep-cat.de

March 26, 2009

Lüneburger EDV-System virenverseucht

Filed under: Unauthorized — atari @ 17:06

Ein “Computerwurm der neusten Generation” hat nach Angaben der Hansestadt Lüneburg einzelne Arbeitsplatzrechner befallen und dazu geführt, dass der zentrale Server zur Entseuchung heruntergefahren werden muss. Der Ausfall, von dem die gesamte Stadtverwaltung sowie ihre Nebenstellen wie zum Beispiel die Stadteilhäuser, die Ratsbücherei, die Schulen, das Theater und die Volkshochschule betroffen sind, macht Auskünfte aus dem System und die Ausstellung neuer Dokumente unmöglich, verhindert das Arbeiten der Mitarbeiter am Computer und somit die Beantwortung von E-Mails. Nähere Auskünfte zur Art des Computer-Wurms machte Volker Degen-Feldmann, Leiter des Bereichs EDV bei der Hansestadt, nicht, gab sich aber zuversichtlich, dass das System am kommenden Dienstag wieder störungsfrei funktioniert.

Update: Laut dem Hamburger Abendblatt handelt es sich um den allseits beliebten Wurm “Conficker” der die Computer der Hansestadt lahm gelegt hat.

Mit Linux wäre das nicht...

Parma Wallaby

Filed under: Unauthorized — atari @ 16:36
Macropus parma

Macropus parma

Parmakänguru

Parmakänguru

Wie ich Wartezeit hasse…

Filed under: Unauthorized — atari @ 00:48

… nachdem meine PayPal-Odyssee endlich vorbei war, fing das Warten auf Globalscale Technologies an, da diese das SheevaPlug Development Kit an den Wartenden verteilen, aber leider erst Ende März mit der Auslieferung beginnen können. Unschön, wenn dann stetig die Patches von git.marvell.com langsam aber sicher in Debian einfließen und nicht mitgespielt werden kann. Immerhin gibt es mittlerweile im Blog von Martin Michlmayr erste Verbrauchswerte des Sheeva Plug, die zur Messzeit allerdings noch recht hoch ausgefallen sind, da das Power-Management noch nicht im entsprechenden Kernel implementiert ist. Interessant finde ich noch die Idee des Pogoplug, ein Plug welches momentan in der Vorbestellung noch für 79$ zu haben ist, direkt für den Endanwender designed wurde und daher keinen direkten Zugang zur seriellen Schnittstelle bietet. Aus dieser Quelle habe ich nunmehr auch erfahren, dass es wohl nicht mehr lange dauern soll und der Zeitplan eingehalten wird.

March 25, 2009

EFF und Tor beim GSoC 2009

Filed under: Unauthorized — atari @ 21:18
EFF und Tor beim GSoC 2009

Auch dieses Jahr ist das Tor Project wieder beim Google Summer of Code dabei und vergibt zusammen mit der Electronic Frontier Foundation insgesamt 6 der begehrten Plätze an Studenten. Interessierte können sich bis zum 3 April 2009 melden, um entweder für die EFF Verbesserungen am “Switzerland Network Testing Tool” zu bewirken oder mit den Entwicklern von Tor an verschiedensten Baustellen Fortschritte zu erzielen. Ganz nebenbei gibt es zusätzlich zu Ruhm und Ehre auch Cash einzustreichen, 4500$ stellt der Suchmaschinenriese dem erfolgreichen Absolventen zur freien Verfügung. Alle nötigen Informationen finden sich in dem entsprechenden Blog-Eintrag: EFF and Tor in Google Summer of Code 2009

Änderung des Telemediengesetzes

Filed under: Unauthorized — atari @ 19:44

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg legt den beteiligten Ressorts noch heute einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet vor: “Ich bin der festen Überzeugung, dass eine gesetzliche Regelung im Telemediengesetz noch in dieser Legislaturperiode möglich ist, wenn alle beteiligten Ressorts konstruktiv zusammenarbeiten.” Die bereits heute verabschiedeten Eckpunkte zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet haben entgegen den Angaben von Ursula von der Leyen die Telekom und Hansenet doch nicht vollends überzeugt, denn diese dementierten derartige Behauptungen gegenüber heise online. Dem Presseecho zum Kabinettsbeschluss ist weiter zu entnehmen, dass die sperrwilligen Provider drei bis sechs Monate benötigen werden, um die technischen Voraussetzungen für die Einführung der Internetzensur zu etablieren. Udo Vetter versucht derweil die “Legende von der Kinderpornoindustrie” aus seiner Sicht zu beleuchten, indem er starke Zweifel an den monatlichen Millionenbeträgen aüßert, die Betreiber einschlägiger Seiten angeblich laut SPON verdienen. Die berühmt berüchtigten Zahlenspiele des Familienministeriums werden auf netzpolitik.org hinterfragt und die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht ein Interview mit dem Titel “Zensur wird salonfähig”, indem der Vorstand des Providers Spacenet ein weiteres Mal über die Sinnlosigkeit von Internetfiltern aufklärt. Ein beeindruckendes Schauspiel allenorts…

Eckpunktepapier zu Internetsperren beschlossen

Filed under: Unauthorized — atari @ 13:46

Die Eckpunkte zur Einführung von Internetzensur sind heute im Kabinett beschlossen worden und haben angeblich die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, O2 und Kabel Deutschland dazu bewegt die freiwillige Selbstverpflichtung nun doch zu unterschreiben. Freenet, Versatel und United Internet (1&1) sind vernünftig geblieben und stellen sich nicht in den Dienst einer sinnfreien Politik. Der Chef des Branchenverbands Bitkom August-Wilhelm Scheer hingegen ist auch auf Abwegen und meint, auch wenn “sich die Sperren umgehen ließen, lohne sich die Initiative“. Die vollständige Liste der Eckpunkte gibt es bei netzpolitik.org.

FITUG e.V.

FITUG e.V.

Einen aufklärerischen Ansatz verfolgt derweil der “Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft” indem er heute eine “Pressemeldung und Hintergrundinformationen Kinderpornographie und Internet-Sperren” veröffentlicht. Darin wird beschrieben wie Sperrlisten in anderen Ländern aufgebaut sind und ausführlich argumentiert, welche wirksamen Alternativen es zur Implementierung von Zensurlisten gibt.

wikileaks.de

Filed under: Unauthorized — atari @ 13:06

Nach der gestrigen “Gefahr im Verzug”-Hausdurchsuchung beim Domaininhaber von wikileaks.de gibt es heute wie erwartet kein großes mediales Echo, das über die üblichen Verdächtigen hinausgeht. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat anscheinend ein Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung kinderpornographischer Schriften eingeleitet und die Durchsuchung damit gerechtfertigt. Auf der Wikileaks-Webseite ist mitterweile das Protokoll der Polizeiaktion veröffentlicht, welches offenbare Ungereimtheiten dokumentiert, so zu Beispiel, dass die Abschaltung der Domain “wikileaks.de” gefordert wurde. Weiter ist der Beklagte kein Redakteur von Wikileaks, sondern ledigtlich ein “Domain-Sponsor” und stellt einen Mirror für den Content der eigentlichen Seite zur Verfügung.

The Pirate Bay startet IPREDATOR

Filed under: Unauthorized — atari @ 00:16

Wie ich gerade auf gulli.com lesen konnte, haben Menschen aus dem Dunstkreis der beliebten Torrent-Suchmaschine “The Pirate Bay” einen Anonymisierungsdienst angekündigt:

ipredator.se

ipredator.se

IPREDator is a network service that makes people online more anonymous using a VPN. it costs about 5 EUR a month and we store no traffic data.

Momentan befindet sich das Projekt “IPREDATOR noch in einer geschlossenen Beta-Testphase, soll aber soweit möglich noch vor dem 1. April 2009 für die Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden, da zu diesem Datum die schwedische “Intellectual Property Rights Enforcement Directive” in Kraft tritt.

March 24, 2009

Hausdurchsuchung bei wikileaks.de

Filed under: Unauthorized — atari @ 23:30

Es gab angeblich eine Hausdurchsuchung beim Domaininhaber von wikileaks.de, wenn man dem twitteraccount von wikileaks Glauben schenken darf. Ein direkter Zusammenhang mit der Veröffentlichung der verschiedenen Internet-Zensurlisten auf dem Portal ist anzunehmen. Die Aktion wird außer dem Einschüchterungseffekt wahrscheinlich keinerlei Sinn haben, da sich die Server dezentral um den Erdball verteilt befinden, wohl aber die aktuelle Diskussion um Access-Blocking weiter anheizen.

… eine Nebelkerze nach der anderen …

Filed under: Unauthorized — atari @ 20:36

Ein gerade mal zwei Seiten starkes Papier zur Einführung Kinderporno-Sperren im Internet, welches morgen vom Kabinett abgesegnet werden soll, liegt mittlerweile der taz und heise vor. Es enthält diesen Angaben nach sieben unverbindliche Eckpunkte, welche aber wichtige Fragen bezüglich des Fernmeldegeheimnises und der informationellen Selbstbestimmung offen lassen. Ursula von der Leyen kritisiert weiterhin die Gegner des Access-Blockings und beharrt auf ihrer Forderung die Sperrpflicht für Provider noch vor den Bundestagswahlen im Telemediengesetz festzuschreiben. Damit folgt sie den Forderungen der Provider die eine klare gesetzliche Regelung verlangen, bevor sie ihrerseits derartige Internet-Filter implementieren, da Schadenersatzforderungen wegen zu unrecht gesperrten Seiten befürchtet werden. Alles im Allen sinnloser Opportunismus gepaart mit technischem Unverstand, der mit einem medienwirksamen Thema Wählerstimmen binden soll. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jede strafrechtliche Möglichkeit zur Aufklärung derartiger verabscheuenswürdiger Taten genutzt werden muss, jedoch gehört die schleichende Etablierung von Filtermaßnahmen, die ohne weiteres auch für andere Zwecke eingesetzt werden kann, nicht dazu.

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