Datenrettungsaktionen sind immer heikel und der Grund meistens ärgerlich. Gestern Abend galt es “gelöschte” Dateien auf einer SD-Karte zu rekonstruieren. Google spuckte viele Treffer aus, von denen die Meisten eine Überprüfung mit virustotal.com nicht überstanden, bis ich dann auf die “glorreiche” Idee kam, mal im Software-Verzeichnis von heise nachzusehen. Die Programme Recuva und DiskDigger überstanden den Virenscanner, liefen aber leider nur in meinem virtuellen Windows XP. DiskDigger lief anstandslos, fand jedoch nicht alle gelöschten Daten und konnte sie folglich nicht wiederherstellen, Recuva fand hingegen fast alle Dateien, verursachte jedoch beim Rekonstruieren enorme CPU-Last, wesswegen ich den Versuch vor Fertigstellung abgebrochen habe. Schießlich stieß ich auf PhotoRec, welches wegen seiner Lauffähigkeit auf fast allen Systemen und der “GNU Public License” eigentlich gleich erste Wahl hätte sein müssen. Das schlanke in der Konsole/Shell zu bedienene Programm läuft schnell, bietet viele Dateisystemformate an und stellte alle zuvor gelöschten Daten zuverlässig wieder her. Wie ich heute dann noch erfahren habe, gibt es auch eine TestDisk-Livecd mit umfangreichen Funktionalitäten, an die ich hoffentlich das nächste mal denke, wenn Jemand mal wieder Unfug mit seinem Rechner getrieben hat…
July 28, 2009
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