In einer Podiumsdiskussion der German Privacy Foundation wurde unter anderem das Thema Vorratsdatenspeicherung in Bezug auf deutsche Tor-Nodes erörtert. Karsten Neß, der selbst einen Tor-Server für die GPF betreibt, geht davon aus, dass 180 von 200 Tor-Knoten im Einflussbereich der deutschen Überwachung abgeschaltet werden, wenn ab dem 01.01.2009 die Speicherung der Verbindungsdaten im ISP Bereich zur allgemeinen Pflicht erhoben wird. Die anfallenden Datenmengen bei der Protokollierung sind immens.
Beispiel für die Tornode gpfTOR1
Mal ganz davon abgesehen, dass eine solche Protokollierung relativ wenig Sinn macht, da Tor-Nodes auch im außereuropäischen Ausland stehen, fallen relativ große Datenmengen dabei an, welche interessierten Behörden “zeitnah” zur Verfügung gestellt werden müssen.
-An wen wende ich mich als privater “ISP” eines Anonymisierungs-Dienstes zwecks Entschädigung? (erhöhter Festplattenspeicherverbrauch, Rechenleistungsverlust für Logging/aufbereiten der Logs, Trafficverbrauch für die eventuelle Übertragung der so erstellten Logs)
-Wie soll denn bitte die Schnittstelle aussehen, über die Ermittlungsbehörden auf die Log-Dateien zugreifen können, damit ich auch mal eine Urlaubsreise unternehmen kann, in welcher ich nicht unbedingt persönlich die zeitnahe Bereitstellung von Unsinns-Logdateien gewährleisten kann?
-Ich benötige nach der oben genannten Kalkulation für die Speicherung der Daten knapp 2 TB zusätzliches Platten-Volumen an meinen Servern.
Weiterführende Links und Quellen:

















